STABILISIERUNG VON KNOCHENBRÜCHEN

Ein Knochen bricht, wenn er zu stark belastet wird. In jungen Jahren ist der menschliche Knochen elastisch und bricht nicht so leicht. Bei älteren Menschen hingegen nimmt die Elastizität ab, der Knochen wird spröde und es kann leichter zu Brüchen kommen. Auch krankhafte Veränderungen wie z.B. die Osteoporose (Knochenentkalkung) können Ursache für Knochenbrüche sein.

Einen Bruch stellen wir in der Regel mit einer Röntgenuntersuchung fest. Oft muss gar nicht operiert werden: Unverschobene Brüche oder solche, die nach dem so genannten „Einrichten“ stabil sind, werden einfach mit einem Gips- oder Kunststoffverband ruhig gestellt. Der Knochen wächst von alleine wieder zusammen.

Wenn sich der Bruch allerdings verschieben lässt und damit das korrekte Zusammenwachsen gefährdet ist, oder wenn ein Gelenk-Bruch oder ein offener Bruch mit Hautverletzung vorliegt, dann muss operiert werden. Dafür stehen uns verschiedene Metallimplantate zur Verfügung. Mit verschiedenen Platten, Schrauben, Marknägeln und Bohrdrähten können wir die gebrochenen Knochenteile so wieder miteinander verbinden, dass sie gerade zusammenwachsen können.

Bei manchen Knochenbrüchen, z.B. bei Formen offener Unterschenkelbrüche oder bei handgelenksnahen Speichenbrüchen, kann auch ein so genannter externer Fixateur nötig sein. Ein Fixateur ist ein äußerer Spanner, der den Bruch von außen mit Stangen und Schrauben stabilisiert. Dabei kommt der Fixateur selbst nicht mit dem eigentlich Bruchgebiet in Kontakt, er „überspannt“ dieses Gebiet.

Bei Wirbelbrüchen verwendet man meist einen inneren Spanner (Fixateur interne), der - unter die Haut versenkt - die Wirbelsäule in der richtigen Stellung fixiert.