HAMMER- UND KRALLENZEH

Hammerzehen oder Krallenzehen sind im Mittel- oder Endgelenk stark gebeugte Zehen, die häufig mit einer dicken Hornhautschwiele einhergehen. Gleichzeitig entsteht im Zehengrundgelenk eine Überstreckung. Die Hornhautschwiele hat Hautreizungen und Entzündungen zur Folge.

Die Beschwerden reichen von rein kosmetischen Störungen bis hin zu Schmerzen, die den Alltag stark einschränken können. Insgesamt nimmt die Zehendeformität im Verlauf langsam aber stetig zu.

Zu den Ursachen zählt auch hier das Tragen von zu hohen und zu spitzen Schuhen: Die Zehen haben keinen Platz, stoßen vorne an und verkrümmen sich. Aber auch neurologische Störungen, vor allem beim Hohlfuß und bei spastischen Lähmungen, Muskel- und Nervenverletzungen des Unterschenkels und des Fußes, entzündliche Erkrankungen, Gewebeveränderungen nach einem Unfall oder angeborene Erkrankungen können Ursache für die Bildung von Hammer- und Krallenzehen sein.

Wenn konservative Maßnahmen wie Spreizfußeinlagen, Nachtschienen, Zügelverbände, Zehengymnastik, Entlastungsmaßnahmen der Druckstellen und Pediküre ausgeschöpft sind, ist die operative Therapie angezeigt. Das Ziel der Operation besteht in der Korrektur der Fehlstellung und der Entspannung der Sehnen, in dem die Knochenstrecke verkürzt wird. Dies wird durch Entfernung eines Teils des Zehknochens erreicht.