HALLUX VALGUS (GROSSZEHENBALLEN)

Eine der häufigsten Fehlstellungen des Vorfußes ist der so genannte „Hallux valgus“ (lat.: „nach außen gerichtete große Zehe“). Über dem Großzehengrundgelenk kommt es zu einer Knochenanlagerung und Schleimbeutelbildung. Dadurch entstehen schmerzhafte und entzündliche Druckstellen. Enge Schuhe begünstigen die Fehlstellung und verschlimmern die Beschwerden.
Frauen sind deutlich häufiger betroffen als Männer. Eine Vererbbarkeit scheint vorzuliegen, allerdings sind die genauen Mechanismen dieser Vererbung unbekannt.

Das Ziel der Operation ist es, die normale Anatomie und die Funktion des Fußes wiederherzustellen und damit die Schmerzen zu beseitigen. Die Fehlstellung und die Beschwerden sind bei jedem Patienten anders. Nach einer individuellen Diagnose wird daher die für den Patienten richtige Operationsmethode ausgewählt, um die normale Fußform und –funktion wieder herzustellen.

Für die individuelle Korrektur des Fußes werden kleine Schrauben, Klammern und Platten verwendet, die in den meisten Fällen problemlos im Fuß belassen werden können. Bei weitgehender Zerstörung des Großzehengrundgelenkes muss ein Teil der Gelenkfläche entfernt oder das Gelenk versteift werden.