MENISKUSLÄSIONEN

Die Menisken werden häufig auch als „Stoßdämpfer“ bezeichnet. Sie halten die Knochen im Gelenk auf Abstand und federn die Belastung im Knie ab. Das ist auch nötig: Immerhin wirken enorme Kräfte im Knie. Beim Sport kann das Knie mit bis zu 1,5 Tonnen belastet werden. Entsprechend anfällig ist das Gelenk für Verletzungen.
Wird ein Meniskusriss diagnostiziert, bedeutet das nicht automatisch einen operativen Eingriff. Wenn der Betroffene allerdings durch Einklemmungen, Ergüsse und Schmerzen beeinträchtigt ist bzw. wenn der Meniskus stark beschädigt oder gerissen ist, dann muss ein Eingriff in Betracht gezogen werden.

Durch die Fortschritte der Medizin kann der Eingriff heute arthroskopisch erfolgen. Durch zwei kleine Schnitte wird die Kamera und das Operations-Instrumentarium eingeführt. Bei dem Eingriff wird der Meniskus möglichst erhalten und genäht, um den Knorpel weiterhin bestmöglich zu schützen. Lediglich bei einem sehr ausgedehnten Meniskusschaden wird der Meniskus vollständig entfernt.

Bei jüngeren Patienten - wenn noch keine verschleißbedingten Veränderungen im Knie vorliegen - kann auch die Transplantation von Spendermeniskus einer Gewebebank in Frage kommen. 

Eine neuere Methode ist ein Meniskus-Implantat aus gereinigtem Kollagen, das am Rest des natürlichen Meniskus angenäht wird. Im Laufe der Zeit wandern körpereigene Zellen in das Kollagengerüst und bauen neues Gewebe auf, das annähernd die gleiche Struktur wie das natürliche Meniskusgewebe hat. Das künstliche Gerüst baut sich gleichzeitig ab.
Für diese Therapie ist es erforderlich, dass das Gelenk ansonsten intakt ist und dass der natürliche Restmeniskus ausreichend durchblutet ist.